Kategorie: Kaufberatung
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Allgemeine Kaufberatung
Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass es hunderttausend verschieden ausgebaute Busse gibt. Man muß sich vor dem Kauf eines Busses ein Benutzerprofil erstellen. Das ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Ich habe vier Kategorien erstellt, damit kann man sein eigenes Profil grob festlegen.

1. Sport und Freizeitmobil (Bus 1, ist der PKW im Altagsleben)

2. Wochenendfahrten und einen kleinen Urlaub (Bus 2, ist schon mehr als ein PKW )

3. Reisemobil (Bus 3, mehr als nur Europa)

4. Expeditionen (Bus 4, die Welt steht einem offen)

Bus 1
Der Bus besitzt eine kleine Kühlbox und Schränke. Eine Kochstelle ist meistens nicht vorhanden. Schlafplätze sind in der Regel immer vorhanden. Ist nicht besonders gegen Kälte isoliert, somit nur im Sommer angenehm zu benutzen. Standheizung negativ. Der Bus ist ein reines Sport- und Freizeitmobil, womit man am Wochenende zum Tauchen oder mit der Familie an den See fährt und nur selten übernachtet.

Bus 2
Der Bus ist meistens ein Selbstausgebauter. Er ist schon mit einem Kühlschrank und einer Gasanlage ausgestattet. Größere Schränke, Küchenzeile mit Brennstelle und Waschbecken, Frisch- und Abwassertanks, Teilisolierung, Hubhochdach und 230V Stromanschluß. Der ideale Bus für das Wochenende an der Küste und einem Urlaub von mehreren Wochen.

Bus 3

Ein original Werksausbau (womit ich nicht sagen möchte, dass solch ein Bus nicht selber ausgebaut werden kann). Ein voll isolierter Bus mit Isolierglas, Standheizung, fester Gasanlage, großem Kühlschrank, evt. Dusche und WC, Doppelbrennstelle, Standheizung, Hub- oder Hochdach. 230V Stromanschluß mit automatischen Ladegerät, das die Batterien lädt.

Bus 4
Ein zumeist allrad angetriebener VW. Rund um das Fahrzeug sind große Stoßstangen (sogenannte Bullenfänger) und Steinschutzgitter angebracht. Achtung, Scheinwerferschutzgitter dürfen innerhalb Deutschlands nicht im Straßenverkehr montiert sein! Unter dem Bus sind Steinschlagbleche montiert um Motor, Getriebe und Leitungen zu schützen. Weitere Merkmale sind u.a. eine Seilwinde und diverse Zusatzscheinwerfer. Dass der Bus vollisoliert ist, eine Küchenzeile und Standheizung besitzt, versteht sich von selbst. Oft sieht man auch eine motorunabhänige Klimaanlage. Diese ist nicht unbedingt für´s leibliche Wohl gedacht, sondern mehr für empfindliche Ausrüstungen (Foto, Film, Meßgeräte und Laborgeräte), aber es ist ein schöner Nebeneffekt. Solch ein Bus ist meist mit einem Stromaggregart und Solarzellen ausgestattet. Was noch auffällt, sind minimale Fenster. Im Gegensatz zu allen anderen Bussen, womit man mit vielen Fenstern einen hellen freundlichen Effekt erzielen will, wird im Expeditionsbus jeder Platz gebraucht, um die Ausrüstung zu verstauen.

So, das sind die groben Kategorien der Bullys. Da meistens Freizeit- und Reisemobile in Deutschland zu finden sind, beschäftige ich mich mehr mit diesen Typen. Worauf soll man achten, wenn man einen Bus erwirbt? Das der Bus nicht viel Geld kostet - NATÜRLICH.

Neu oder Gebrauchtfahrzeug?
Diese erste Frage beantwortet sich, wenn man das Sparschwein schlachtet. Ein neuer Reisebully liegt zwischen 60.000 DM und 100.000 DM. Beim Gebrauchten ist unter anderem vielmehr zu beachten als beim Neukauf. Ich verkneife mir die üblichen "Auto"- Überprüfungen zu beschreiben (Motorleistung, Getriebe, Rost und Stoßfänger), da diese besser in einem "Jetzt helfe ich mir Selber"- Reparaturbuch beschrieben sind. Außerdem gibt es immer einen netten Onkel, der sich mit Autos auskennt. Wo man aber selber mit Fachwissen zuschlagen kann, ist die Ausstattung. Das beeindruckt nicht nur den Onkel, sondern auch den Verkäufer.

Optische Erscheinung:
Nicht vom hochglänzendem Cockpitspray beeindrucken lassen. Das hat in einem Womo nichts, aber auch gar nichts, zu suchen. Also kein solch derartiges Spray im Bully. Versprochen? Ach so, man verspricht nichts, ohne einen Tip zu bekommen. OK - Ok. Man kann das Cockpit mit herkömmlichem Fensterklar oder Computerplastikreinigern säubern. Die ölen nicht nach. Wenn man schon beim Cockpit ist, gleich mal schauen, wieviele Bastler sich mit Schraubenlöchern im Plastik verewigt haben (Handy, GPS, TV und Tassenhalter). Da leider diese Geräte nicht mehr im Fahrzeug sind, ist der Anblick nicht so schön. Damit kann man so manche Mark beim Kauf einsparen. Nun wieder ein Tip: Solche Löcher können mit einem Lötkolben wieder verschweißt werden. Aber aufpassen, dass man sich nicht wie Pablo Piccaso verewigt. Noch besser ist es, wenn die eigenen technischen Spielereien dort montiert werden können. So, was finden wir noch im Cockpit? Sitze! Sind es Normale, dann nur überprüfen, ob sie sich vor und zurück schieben lassen. Sind es aber sogenannte Pilotensitze, sind die Armlehnen zu prüfen. Rasten die Lehnen richtig ein? Sind Verstellbare in jeder Höhe einzurasten? Wenn es sich noch um Drehsitze handelt, diese dann auch drehen. Das ist meist nur mit etwas körperlicher Anstrengung möglich. Es wurde immer vergessen, den Drehteller zu fetten. Ganz wichtig ist, die Gurte zu prüfen.

Nun aber zu dem eigentlichen Wohnraum.
Wieder auf Schraubenlöcher schauen, ist das Dekor von den Möbeln noch ok? Dann fangen wir an, dem Verkäufer unangenehme Fragen zu stellen. "Was sind das für Flecken auf der Sitzbank?", "Die bekommt man nie mehr raus. Falsch! Tip: Jedes Teppichreinigungsunternehmen macht aus alten, verdreckten Polstern wieder schön ausehende (kostet nicht viel). Alle Möbel öffnen, die Scharniere und Öffnungsmechannismen prüfen. Es ist zu dumm, wenn während der Fahrt sich eine Tür öffnet und sich sein Equipment im Bus verstreut. Wenn sich die Türen und Klappen schon bei der Fahrt öffnen, was passiert dann erst bei einem Unfall? Kommt dann eventuell der ganze Schrank auf einen Kaffee nach vorne ins Cockpit? Also gründlich schauen. Keine Angst haben, das ist ja nicht Omas 100-jährige Anrichte, (obwohl so mancher Bus von Innen so aussieht). Möbel, die für ein Wohmobil gebaut sind, halten ordentlich was aus.

Jetzt lassen wir uns alle technischen Spielereien zeigen.

Gasanlage.
Kurz ein Vorwort zu dieser höchst brennbaren Angelegenheit. Wenn alles Ok ist, macht das Heizen, Kühlen oder Kochen ´ne Menge Spaß. Doch riecht es nach Öffnen des Hauptventils stark nach Gas, ist Vorsicht geboten. So mancher Urlaub hat schon brennende Eindrücke hinterlassen. Nie selber an der Anlage rumfingern, wenn man nicht sicher ist, wo welcher Gasschlauch hingehört. Ich vermeide auch gewisse Tunig - Tips an der Gasanlage zu veröffentlichen. Gas gehört in Fachhände. Jede Gasanlage muß sich alle zwei Jahre einem TÜV unterziehen. Diese Prüfung läßt man am besten beim Womo-Verkaufs- oder Miethändler machen. Denn wenn etwas nicht richtig dicht ist, haben die die Ersatzteile gleich parat. Zurück zur Kaufverhandlung. Die ganze Gasanlage verschließen (Gasflasche oder Tank, Hauptabsperrventil, Verteiler zum Kühlschrank, Kocher und Heizung, alles zu machen). Riecht es nach Gas? Nach und nach alles öffnen, wenn alles dicht ist, ist kein Gasgeruch im Bus zu riechen. Nun die Verbraucher in Betrieb nehmen (wenn der Verkäufer sich nun die Angstsschweißperlen von der Stirn wischt und ein paar Meter Abstand nimmt, würde ich das Feuerzeug wieder einstecken). Kocher entzünden, Brennstelle auf kleine Flamme stellen, nun die Flamme mit aller Vorsicht ausblasen (sonst kann man sich den Frisör sparen, außerdem sieht man ohne Augenbrauen ziemlich dämlich aus), das Gas muß nach wenigen Sekunden aufhören aus dem Brenner zu strömen. Das Einschalten des Kühlschranks oder Kühltruhe vom Verkäufer zeigen lassen, und laufen lassen (wenn nach ca. 5 -10Minuten sich Eis auf dem Kühlaggregat bildet, ist alles in Ordnung). Wo wir doch schon unsere Nase im Kühlschrank haben, gleich mal einen Blick auf die Hygiene werfen (Sparkflecken). In der Regel läßt sich alles säubern. Die Standheizung wird über einen Thermostat eingeschaltet ruhig auf volle, Fahrt stellen. Erst muß sich der Lüfter einschalten und nach ca. einer Minute der Brenner seine Aufgabe erfüllen und heiße Luft ausströmen lassen. Wir lassen alles an (Kühlschrank und Standheizung), nun noch die Innenbeleuchtung einschalten. Das hat folgenden Grund: Kommt jetzt ein Kommentar vom Verkäufer, der etwa so lautet "Nicht alles auf einmal einschalten, das schafft die Batterie nicht lange! oder "Es waren heute schon viele da, die alles eingeschaltet haben!, dann kann man davon ausgehen, dass die Zweitbatterie defekt ist oder die Ladung von der Lichtmaschine defekt ist. Die richtige Aussage könnte so lauten:
"Wenn Sie alles einschalten, können Sie das ca. 10 - 20 Stunden laufen lassen, bis die Zweitbatterie leer ist. Also, hat der Verkäufer keinen verlegenen Gesichtsausdruck, alles ausschalten (sonst besteht die Gefahr, dass man vor Hitze im Bus umkommt). Wichtig an der Gasanlage ist die Herstellergarantie des Tanks oder Flasche - ist die abgelaufen? Jeder Gastank hat eine eingestanzte Höchstlaufzeit von zehn Jahren. Danach muß der Tank im Herstellerwerk überprüft werden. Eine Gasflasche ist nicht so problematisch, sie kostet ca. 50.- DM neu. Zum Schluß sei noch eins gesagt: Es gibt viele Einbaumöglichkeiten des Gastanks oder der Flasche, sollte es dort nach Gas riechen und der Verkäufer sagt: "Das riecht schon immer hier nach Gas - das ist nicht schlimm" dann sage ich: "Es riecht nichts, aber auch gar nichts, nach Gas im Bully".

Jetzt nehmen wir das flüssige Naß unter die Lupe.
Die Spüle ist meist aus Edelstahl und läßt sich problemlos reinigen und auf Hochglanz polieren. Der Wasserhahn sollte seiner Funktion des raschen Austrittes von Wasser nachkommen und nicht so rumtropfen. Ebenso sollte die Wasserpumpe für einen ausreichenden Druck sorgen. Was fast immer zu wünschen übrig läßt,sind die Versorgungsschläuche. Diese sind meistens stark braun gefärbt. "Bäh". Für uns aber kein Problem, solch ein Schlauch ist im Zubehörhandel ein Pfennigartikel. Wo hingegen festinstallierte Tanks schon mit der EC-Karte bezahlt werden müssen.Mal reinschauen, ob dort schon Salzwasserfische schwimmen und sich ein Feuchtraumbiotop gebildet hat. Ist die Reinigungsöffnung groß genug, um den Wasserschleim zu beseitigen, ist das ok. Wenn keine Reinigungsöffnung da ist, kann man den Tank mit viel Wasser durchspülen. Im Abwassertank ist nun mal Abwasser und ist ein unangenehmes Beiwerk der Wasserplanscherei. Der Ablaßhahn sollte dicht sein und sich öffnen lassen. Ganz wichtig ist ein großer Reinigungsverschluß. Obwohl es sich um Abwasser handelt heißt das noch lange nicht, dass sich dort Pilze und Schwammkulturen bilden sollten. Dort sollte eine angemessene Sauberkeit herrschen. Sollte der Bus mit einer Dusche ausgestattet sein, so muß man auch diese Funktion überprüfen.

Der Strom
Man unterteilt den Strom in zwei Arten: 12V Gleichspannung und 230 V Wechselspannung. Bei der 12V Boardspannung gibt es nicht viel zu prüfen, das heißt, alle Verbraucher ein- und ausschalten. Es sollten alle Kabel ordentlich verlegt sein. Ist das nicht der Fall, kann man das schnell mit Kabelbindern machen. 230 V Netzspannung: Sie sollte einer gründlichen Sichtprüfung unterzogen werden. Wenn man die Möglichkeit zum Anschluß an das Festnetz hat, sollte man diese Chance nutzen. Denn nur so kann man den FI-Sicherheitsschalter überprüfen. Das Ladegerät funktioniert, wenn es sich mit einem leisen Brummen bemerkbar macht. Bei Strom gilt die gleiche Regel, wie beim Gas: Nicht mit Schraubendrehern in Etwas rumstochern, was man nicht kennt (sonst gibt es knisternde Berührungen). Strom gehört vom Fachmann oder -frau geprüft. Einen gelernten Elektriker kennt jeder, der kann sich das mal anschauen. Nicht vergessen den Eurocampingadapter anzuschauen.

Nun haben wir noch das Dach von innen.
Es gibt mehrere Arten von Dächern, ein paar Grundsätzlichkeiten sind aber immer gleich. Lassen sich alle Luken öffnen? Ist die Grundfarbe nicht schon eher grün? Wasserflecken deuten oft auf ein Leck im Dach hin. Tip: Wenn es gerade in der Nacht vor der Besichtigung geregnet hat, findet man auch gern auf dem Fußboden Wasser, was auf ein undichtes Dach hinweist. Sind alle mechanischen Gelenke in Ordnung? Wie sehen die Liegemöglichkeiten aus?

Fenster
Schiebefenster lassen sich in der Regel immer schwer aufschieben. Das sollte kein Grund zum Nörgeln sein. Ich bin der Meinung, dass das einfach Fehlkonstruktionen sind. Es ist immer Dreck in den Laufschienen und er setzt sich unter den Scheiben fest. Klappfenster müssen sich öffnen und arretieren lassen. Isolierglas hat neben der hervorragenden Eigenschaft der Isolierung einen Nachteil, es zerkratzt. Tip: Mit einer Acrylglas-Polierpaste lassen sich die Fenster wieder auf Vorderman bringen. Sind alle Dichtung am dichten? Sind die Vorhänge alle vorhanden? Wenn sie dreckig sind, kein Problem, ab in die Waschmaschine, aber kalt waschen.

Im Großen und Ganzen ist es das gewesen.
Einen hundertprozentig perfekten Bus gibt es nicht. Diese Kaufberatung soll einen Kauf leichter machen, aber nicht zu einem Streitgespräch führen.Also frei nach dem Motto:

Selbst ist der Mann und die Frau, gestaltet Euren Bully wie Ihr wollt.

erstellt von:
Marco Albrecht
marcoT2
Checkliste T3


Abgefragt wird der Idealzustand, den wohl kaum noch ein T3 aufweisen wird. Diese Checkliste soll dazu dienen, schwerwiegende technische Mängel zu erkennen und den Preis besser einschätzen zu können. Nicht alles wird man unter den Bedingungen eines Kaufgespräches prüfen können, vieles ist für den Durchschnittsbulli etwas übertrieben. Aber je höher der Preis, umso genauer sollte man hinschauen.
Die nachfolgend aufgeführten Fragen (mit ? gekennzeichnet) sollten mit"ja" beantwortet werden. ?! bedeutet: Darf nicht sein. Viele Punkte lassen sich zu zweit besser prüfen.
Zustand von Motor und Getriebe sind sehr von der Fahrweise der Vorbesitzer abhängig und lassen sich schlecht überprüfen. U. U. emfiehlt sich eine Kompressionsdruckprüfung des Motors (Werkstatt).

Bis auf weiteres gilt diese Liste nur für die wassergekühlten Modelle mit Zweiradantrieb: Bj. 1981 (Diesel) bzw. 1982 (Benziner) bis 1991/92. Eine Erweiterung für die luftgekühlten Modelle der Baujahre 1979 bis 1981 sowie für die Allradversion syncro ist vorgesehen.

© 2002 Nikolai Mette für das Bulli-Forum und die IG-T3


vor Probefahrt

äußerlich:


  • Karosserie: Beulen?!, Rost (Kniebleche, Schweller, Fensterdichtungen, Fugen)?!, Türen verzogen?!

  • Scheinwerfergläser defekt?! Scheinwerfer von innen feucht?!

  • alle Türen (und Schlösser) testen, Schiebetür, Heck-Klappe (Gaskolben o.k.?)

  • Räder symmetrisch? Sturz [vorne gerade od. leicht positiver Sturz (Räder unten näher beieinander), hinten gerade od. leicht negativer Sturz (Räder oben näher beieinander)]; Vorspur (Vorderräder vorne näher beieinander als hinten)?

  • Reifen: Profiltiefe; gleichmäßig abgenutzt (o.k., wenn vorne Außenkanten stärker abgefahren und hinten Innenkanten, außerdem vorne links stärker)?; verbeulte Felgen?!

  • Stoßdämpfer-Schwingtest: auf hintere Stoßstange stellen und aufschaukeln, abspringen: Fzg. sollte max. 2 mal nachschwingen.

unter Fahrzeugboden:


  • Getriebegehäuse darf keine öldurchtränkte Schmutzkruste haben (sonst Ölverlust)

  • nur bei Ölverlust: Getriebeölstand kontrollieren: bis ca 15 mm unterhalb Einfüllöffnung (bei Automatik ATF nach Probefahrt prüfen)

  • Motorblock ohne Ölspuren?

  • Sicht- und Klopfprobe Unterboden: Rost?!

  • Zustand Benzinschläuche kontrollieren

  • Bremsleitungen kontrollieren (verbogen?!, beschädigt?!)

  • alle Gummimanschetten (Lenkungsfaltenbälge, Tragegelenke, Antriebswellengelenke) an Gelenken überprüfen (rissig?! spröde?!) wenn kaputt: Finger weg! neue Gelenke sind teuer.

  • erhebliche Ölspuren an Stoßdämpfern?! (geringe Leckverluste normal)

  • Spuren von Bremsflüssigkeit am Kupplungs-Nehmerzylinder?! (hinten am Getriebe)

  • Auspuff: allgemein Sichtprüfung und Klopfprobe an Nahtstellen

  • Wasserrohre u.-schläuche: bis 3/85 Stahl, danach Kunststoff mit größerem Durchmesser (Bohrung in Träger bei Nachrüstung vergrößert)

  • Reserverad hinter vorderer Stoßstange (unter Fzg-Boden) ausbauen: Sichtprüfung Kühler und Ventilator

  • Bremsbeläge (hinten: Sichtfenster an Trommelbremsen, Taschenlampe: mind. 2,5 mm; vorne: Räder abschrauben, zwischen Belagträger u. Spreizfeder muß mindestens 1 Zehnpfennigstück passen)

Serviceklappe:


  • Ölstand messen; Riechprobe: Benzingeruch?!, Wasserbläschen oder graue od. braune Emulsion?!
    Diesel: neuer Peilstab? (in Einfüllrohr: roter Plastikgriff statt grau; in Führungsrohr: mit Blechhalteklammer)

  • Stand Kühlflüssigkeit im Nachfüllbehälter prüfen

Motorraum:


  • eine kürzlich durchgeführte Motorwäsche sollte extrem mißtrauisch stimmen!

  • Ölflecken am Motor?! (geringe Ölspuren an Benzinpumpe tolerabel)

  • Kühlflüssigkeit im Ausgleichbehälter bis zum Einfüllstutzen?

  • Kühlwasserschläuche: dicht?, spröde?!, Schlauchbinder verrostet?!


  • Keilriemenspannung prüfen (bis 15 mm eindrückbar?)


  • bei Diesel: Zahnriemen kontrollieren: Abdeckung abnehmen, Riemen verölt oder rissig?! Flanken der Verzahnung intakt? Wechsel ist spätestens alle 120.000 km fällig.


  • Sichtprüfung Ölleitungen, Ölfilter [Wechsel? Benziner jeder 2. Ölwechsel; Diesel jeder Ölwechsel]


  • Diesel: Batterie mind. 63 Ah


  • Motornummer kontrollieren: Austauschmotoren haben ein vorangestelltes X oder ein Dreieck. Kennbuchstaben kontrollieren, ob Motorisierung den Fahrzeugpapieren entspricht.

(Motorraum offen lassen)

Fahrerraum:


  • Bodenbelag im Fußraum (Fahrerseite) anheben: viel Rost neben Einfüllstutzen für Scheibenwaschwasser?!


  • alle Gurte, Kopfstützen, Sitzverstellungen usw. prüfen (nicht nur Fahrerraum)


  • Benziner: Batterie (hinten unter Beifahrersitz) min. 45 Ah (bei Campingausstattung besser gleich 63 Ah!)


  • Lenkungsspiel prüfen: Tür auf, Vorderräder in Geradeausstellung, Lenkrad kurz hin- und herbewegen: bewegt sich linkes Vorderrad sofort? (auf Felge achten, Reifen dämpft);


  • Lenkradspeichen bei Geradeausstellung gerade?


  • kurveninneres VR schlägt stärker ein


  • Bremsflüssigkeitsstand prüfen: Instrumentenabdeckung abnehmen (direkt vor Windschutzscheibe zwei Griffmulden, kräftig nach hinten ziehen, und alles fliegt durch die Gegend), Schutzfolie hochklappen, Flüssigkeitsbehälter sichtbar (min.-max.)


  • Kupplungs-Geberzylinder unter Armaturenbrett: Spuren von Flüssigkeit?!


Beginn Probefahrt

bei Anlassen:


  • Bremskraftverstärker prüfen: vor dem Anlassen mehrmals Bremse pumpen bis Pedalweg kurz und hart, Bremse getreten halten, anlassen: Pedalweg muß etwas nachgeben.


  • Kontrolleuchten bei Zündung und Start beachten


  • Batterie und Anlasser o.k.?


  • springt Fahrzeug gut an? weißer Rauch beim Kaltstart?! (zweite Person zur Beobachtung des Auspuffes)

  • Benziner: Klopfgeräusche aus dem Motorraum?!

  • Diesel: Startschwierigkeiten?!


  • alle Lampen (auch Bremslichter und Rückfahrlicht), Hupe, Gebläse, Scheibenwischer usw. prüfen (berühren Wischergummis die Dichtgummis?!)


Motorraum kontrollieren:


  • Sichtprüfung


  • Hörprobe: läuft alles schön rund?


(Motorraum schließen)

Auspuff und Kupplung testen


  • Auspuff mit Lappen zuhalten, Motor muß nach kurzer Zeit ausgehen, sonst Auspuff undicht


  • Kupplung: Motor wieder starten, Handbremse ziehen, 3. Gang einlegen, langsam einkuppeln und Gas geben, Motor wird abgewürgt.

Probefahrt


  • hält Fahrzeug Spur?, Lenkradspeichen bei Geradeausfahrt gerade? stellt Lenkung nach Kurven wieder geradeaus?


  • Eindruck Stoßdämpfer?


  • alle Gänge gut schaltbar? (knarzendes Geräusch bei Rückschalten 3->2?!)


  • vernünftiger Verlauf der Temperaturanzeige? (warm fahren!)

  • Bremsen testen: bei mäßiger Geschwindigkeit mit losgelassenem Lenkrad bis zum Stand abbremsen: bleiben Lenkrad und Fahrzeug gerade?


  • läuft Motor rund? Klopfgeräusche aus dem Motorraum, die bei wärmer werdendem Öl lauter werden, deuten auf Lagerschaden!

  • anfängliches Klappern nach langem Stand: Hydrostößel trocken; muß warmgefahren aufhören.

  • Diesel: Brummgeräusche beim Gaswegnehmen oder Beschleunigen?!

  • Tachoanzeige, km-Zähler o.k.? zitternde Tachonadel?! (Welle kaputt)

  • bei Tunnelfahrt o. ä. Instrumentenbeleuchtung prüfen

nach Probefahrt


  • für Kaufvertrag km-Stand notieren: ...............

  • läuft Ventilator? (nur bei großer Hitze und Stau); Temperatur Reifen und Bremsen fühlen: nicht zu heiß?! einseitig heiß?!

  • bei Automatik ATF-Stand prüfen: Hebel N, Leerlauf drehen lassen (Handbremse!), ATF prüfen: Peilstab links am Automatikgetriebe; falls zu wenig: Finger weg!, ebenfalls wenn ATF verbrannt riecht!

nach dem Kauf
empfiehlt sich eine gründliche Inspektion in der Werkstatt und ein Ölwechsel einschl. Wechsel aller Öl- und Benzinfilter; Benzinschläuche sind auch ohne großen Aufwand zu erneuern. Ganz Vorsichtige wechseln auch die Reifen und (bei Diesel) den Zahnriemen.







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