Kategorie: Rostbehandlung
Themen
ROSTUMWANDLER
Ein Dauerthema in unserem Forum



Fertan-Rostumwandler

Zuerst mal: Es geht nichts über mechanisch entrostetes Blech. Erst wo man dies nicht tun kann hilft ein Rostumwandler weiter.

Nachdem ich verschiedene Roststopper/-Umwandler probiert habe bin ich bei Fertan gelandet. Und dort geblieben. Aber nur beim Rostumwandler.

Allerdings funktioniert Fertan nur wirklich gut wenn es richtig angewendet wird. Die meisten die über Fertan schimpfen haben (wie ich auch schon) was falsch gemacht.

Wenn ich Fertan verarbeite achte ich darauf dass die zu behandelnde Stelle gut mit Wasser angefeuchtet ist. Außerdem hab ich dann immer durchgehend weit über 20° in meiner Garage und achte darauf dass das Blech gut durchgewärmt ist. Je wärmer, desto besser.Auf freiliegenden Flächen muss man nach dem Fertan draufmachen nach 2-3 Stunden nochmals mit Wasser anfeuchten.
Bei durchgehend über 20Grad (Raum-/Lufttemperatur) sollte man das Fertan mindestens 15-24 Stunden reagieren lassen. Bei tieferen Temperaturen würde ich es nicht benutzen. In der Bedienungsanleitung steht es zwar dass Fertan auch bei Temperaturschwankungen (z. B. Tag/Nacht) und niedrigeren Temperaturen noch funktionieren würde, es bräuchte dann nur länger ( bis 48 Stunden), aber:

Meine Versuche bei etwas niedrigeren Temperaturen (15° Luft, Blech eher noch etwas weniger) ergaben aber schon richtigen Müll: Das Fertan reagierte nicht richtig, auf der Blechoberfläche bildetet sich eine seltsame Pampe. Das Blech wurde nicht entrostet, die Pampe bekam man nur noch mechanisch (mit Gewalt) wieder runter. Roststopfarbe hilft dann auch nicht weiter, da die Pampe aggresiv ist und das Blech auffrisst. Wenn dieser Fall eintritt ist die behandelte Stelle hinterher in einem wesentlich schlechteren Zustand als vorher und rostet weg wie nichts...

Nach der Fertanbehandlung ist es wichtig die übriggebliebenen aggresiven Fertan- + die Reaktionsüberreste komplett mit unmengen Wasser wieder auszuspühlen!

Eine (Hohlraumschutz-) Sonde mit Maximaldruck hilft hier weiter. Selbstverständlich sollte das Wasser auch wieder irgendwie ablaufen können...

Wenn die behandelten Hohlräume wieder trocken sind auf jeden Fall Hohlraumschutz einbringen. Ich benutze dazu das Hohlraumschutzwachs HV400 der Firma Teroson. Erklärung warum kommt weiter unten.

Unzugängliche Schweissnähte hab ich nach Fertan , aber vor dem Wachsen immer mit einer guten Roststopgrundierung lackiert. Für diesen Zweck habe ich mir extra noch eine ( wieder für Hohlraumwachs gedachte) Sonde zugelegt. Klappt prima.

Angebrochene Fertanflaschen hatte ich bisher nie länger als 10 Monate gelagert. Dann waren sie spätestens aufgebraucht. So lange funktionierte es allerdings einwandfrei. Ich hatte es im kühlen Keller gelagert und die Verschlusskappen (Plastik + Blech) immer penibel gereinigt. Allerdings nie mit einem Pinsel direkt aus der Fertan-Flasche arbeiten, sondern die erforderliche Menge in ein anderes Behältniss umfüllen. Metall/Rostreste in der Flasche können zur vorzeitigen Reaktion führen (Dank an OSSI ! ).

Wie oben schon erwähnt, ich benutze nur den Rostumwandler von Fertan.

Bei anderen Fertanprodukten neige ich aber eher zur Skepsiss:

Das zum Fertan gehörige HT-Hohlraumschutz-Wachs war bei einem (zugegebener Maßen etwas älteren) Autobild-Dauer-Test das mit Abstand schlechteste Wachs im Testfeld!!!!! Testsieger war damals Mike Sanders Fett. Da ich weder gerne mit kochendem Fett hantiere - noch die dazu benötigte Druckbecherpistole habe, benutze ich (nicht nur nach der Fertanbehandlung) für Hohlräume den damaligen 2. Testsieger, das mit Abstand beste Wachs im Test: HV-400 von Teroson...

Die dickflüssige Ferpox-Roststopgrundierung hab ich an einer Wellblechgarage verstrichen um sie endlich loszuwerden. Laut Anleitung kann man sie mit Wasser verdünnen, aber sie ist nur bis zu bestimmten Schichtdicke mit den 2K-Lacken der T2-Busse verträglich. Die richtige Schichtdicke zu treffen ist schwierig. Und einmal verdünnte Farbe hält sich nicht lange.

Wie es endet wenn sich 2 Lacke nicht vertragen kann man sich hier auf meiner HP anhand eines anderen Beispieles unter

www.vwbus.de.tt/Spezials/Lack/lack.html
anschauen...

Herzliche Grüsse
Micha(el T2b)

---------------------------------------------------------------------------------------------

Der obige Text gibt nur meine persönlichen Erfahrungen wieder. Falls jemand anderweitige Erfahrungen gemacht hat, oder mir grobe Fehler unterlaufen sein sollten könnt Ihr mir gerne eine E-Mail schicken. Allerdings bedenkt bitte dass ich versucht habe alles möglichst einfach + verständlich zu verfassen und nicht bis ins letzte chemische Detail zu zerpflücken...

Bei weiteren Fragen kann man entweder die Powersuche benutzen, es werden dabei ettliche Threads herauskommen...

...hier im Rostschutzforum nachschauen.





...oder auch gerne mich direkt anmailen



Gruss Euer

Micha(el T2b)






--------------------------------------------------------------------------------------

Da es nicht nur Fertan gibt habe ich mir erlaubt einen meiner Meinung nach sehr anschaulichen Text von Dirk aus dem Forum herauszukopieren.



BOB-ROSTUMWANDLER

Ich schwöre auf BOB Rostumwandler
....hat sich bei mir in den letzten Jahren ganz gut bewährt wenn Rost nicht völlig entfernbar war, z.b. in Ritzen und Spalten.

Dazu gibt es im Set eine passende Grundierung, die ist allerdings mit einer gewissen Portion Skepsis zu betrachten. Ihre Rostschutzfunktion erfüllt sie ganz gut, allerdings darf die nicht zu dick aufgetragen werden (trocknet dann nicht durch), lieber 2x oder 3x in dünnen Schichten auftragen und dazwischen immer gut austrocknen lassen und sie verträgt sich wenn sie nicht völlig ausgetrocknet ist nicht mit allen Autolacken aus der Spraydose. Daher sollte man immer möglichst einige Tage warten bevor man weiterlackiert - das kann manchmal neven wenn es mal schneller gehen soll !

Mein "Arbeitsablauf" schaut in etwa wie folgt aus: erst den Rost mechanisch so gut als möglich entfernen, dann Bob Umwandler drauf, den gut trocknen lassen, danach Bob Grundierung und dann mindestens 36 bis 48 Stunden warten, danach Füller und darauf dann erst den Decklack.

Zusätzlich noch Fluidfilm und Mike Sanders - kommt keine Luft und keine Feuchtigkeit mehr an vorhandenen Rost kann da nix mehr weiterrosten

Servus Dirk

Haltbarkeit: Das Zeugs gibt es bei uns in relativ kleinen Dosen einzeln zu kaufen - sind vielleicht 100 oder 150ml drin. Originalverpackt hält das Zeug schon recht lange - nur offen trocknet es relativ schnell ein, nach max. 1 Jahr ist es nicht mehr zu gebrauchen

Servus

Dirk


Das Copyright der einzelnen Artikel liegt einzig und allein beim jeweiligen Autor! Sämtliche Rechte der Speicherung, Vervielfältigung und Verbreitung jeglicher Art (auch Auszugsweise) sind dem Autor vorbehalten.

Sämtliche Hinweise, Ratschläge, Tipps und Anleitungen in dieser FAQ werden nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung, Garantie und Gewährleistung. Alle Angaben sind ohne Gewähr!